Kultur und Sehenswürdigkeiten

Dresden ist eine Kunst- und Kulturstadt von hohem internationalen Rang und ist Weltkulturerbestätte. Die Stadt besitzt kostbare Kunstsammlungen, bekannte Klangkörper und bedeutende Bauwerke aus zahlreichen Epochen und für verschiedenste Zwecke. Oft befinden sich kulturelle Einrichtungen in besonderen Bauwerken; der Übersicht halber, sind Bauwerk und Einrichtung in getrennten Kapiteln beschrieben, auch um die jeweilige Verknüpfung wiedergeben zu können. Zahlreiche Großveranstaltungen ziehen jedes Jahr viele Gäste aus dem In- und Ausland an. Nennenswert ist auch die Verzahnung von Kunst mit Wissenschaft und Technik, wie sie übergangslos in vielen Sammlungen erkennbar ist.

Theater und Bühnen

Die Sächsische Staatsoper Dresden im bekannten Bauwerk der Semperoper (siehe unten) wurde 1841 am jetzigen Standort, dem Theaterplatz, gegründet. Das Bauwerk der Oper wurde in seiner Geschichte zweimal zerstört. Insgesamt war die Staatsoper in mehr als 50 Jahren ihrer etwa 160-jährigen Geschichte gezwungen, an einem anderen Ort als der Semperoper zu spielen. In der Semperoper wurden Opern von Richard Wagner und Richard Strauss uraufgeführt. Das Orchester der Oper ist die Sächsische Staatskapelle (siehe unten). Die Semperoper verfügt außerdem über eine Kammerbühne, die „Kleine Szene“ an der Bautzner Straße.

Das Staatsschauspiel Dresden betreibt das „Schauspielhaus“ – allgemein auch als das „Große Haus“ bekannt – und damit das größte Theater der Stadt, sowie das „Kleine Haus“ in der Glacisstraße. Am Theaterplatz befindet sich der Theaterkahn, eine Bühne auf einem Elbschiff.

Für die Staatsoperette Dresden wird seit Jahren nach einer Spielstätte in der Innenstadt gesucht. Derzeit ist ein Neubau am Wiener Platz, direkt am Hauptbahnhof, im Gespräch. Entgegen ihrer Bezeichnung als Staatseinrichtung ist die Stadt Dresden Besitzer und Betreiber der Operette.

Die bedeutenden Kabaretttheater der Stadt sind „Die Herkuleskeule“, das „Breschke&Schuch“ und die Komödie Dresden.

Theater für moderne Formen von Aufführungen sind das Theater Junge Generation, zu dem auch ein Puppentheater gehört, das neubauLABOR im Kleinen Haus des Staatsschauspiels und insbesondere das Festspielhaus Hellerau (siehe unten), welches das Europäische Zentrum der Künste beherbergt. Weitere Theater und Aufführungsstätten sind „Das Societaetstheater“, „die bühne“, „Das Projekttheater“ in der Dresdner Neustadt und das Theater „Wechselbad“. Auch die Kulturvereine „Mimenstudio Dresden e. V.“, „Kulturverein riesa efau“ und die „Motorenhalle – Projektzentrum für zeitgenössische Kunst“ zeigen Aufführungen.

Musik

In Dresden existieren mehrere berühmte Orchester und Chöre.

Die Sächsische Staatskapelle Dresden gilt als das älteste durchgängig musizierende Orchester der Welt und zählt nach wie vor zu den besten Klangkörpern überhaupt. Ihr Vorgänger, die Königliche Hofcantorey, wurde von Moritz von Sachsen bereits 1548 gegründet. Anfang des 17. Jahrhunderts begann die Staatskapelle Opernaufführungen zu begleiten und wurde später das Orchester der Sächsischen Staatsoper (Semperoper). Musikdirektoren waren unter anderen Carl Maria von Weber, Heinrich Marschner sowie als Assistent Richard Wagner. Seit September 2007 ist Fabio Luisi Generalmusikdirektor.

Die Dresdner Philharmonie, das Konzertorchester der Stadt Dresden, wurde 1870 gegründet und ist ebenfalls international geachtet. Bis 1915 trug es den Namen „Orchester des Gewandhauses Dresden“. Chefdirigenten in jüngerer Zeit waren unter anderen Kurt Masur und Marek Janowski. Derzeitiger Chefdirigent ist Rafael Frühbeck de Burgos.

Die Dresdner Sinfoniker sind ein sehr junges Orchester, sie gründeten sich 1996. Das Sinfonieorchester trägt sich über die Mitglieder nahezu selbst. Es widmet sich ausschließlich der zeitgenössischen Musik abseits des normalen Konzertrepertoires sowie dem Crossoverbereich. 2004 wurde es mit dem Echo Klassik ausgezeichnet und vertonte zusammen mit den Pet Shop Boys den Film Panzerkreuzer Potemkin neu.

Weitere Orchester in Dresden sind das „ensemble courage“, ein Spezialensemble für zeitgenössische (Kammer-) Musik, 2004 mit dem Förderpreis der Stadt Dresden ausgezeichnet, und „sinfonietta dresden“, ein Kammerorchester mit vielfältigen Aufgaben im Dresdner Musikleben und einer eigenen Konzertreihe.

In Dresden haben auch zwei berühmte Chöre mit langer Historie ihre Heimat. Der Dresdner Kreuzchor (Capella sanctae crucis) ist der Knabenchor der Kreuzkirche. Der Chor ist etwa so alt wie die Stadt selbst und wurde im 13. Jahrhundert gegründet. Der Knabenchor der Kathedrale (ehemalige Hofkirche) sind die Dresdner Kapellknaben.

Weitere Chöre in Dresden sind:

  • Dresdner Kammerchor – international und in Dresden aktiver Chor mit dem Schwerpunkt Alte Musik, gegründet (1985) und geleitet von Hans-Christoph Rademann
  • Philharmonischer Chor Dresden – 1967 gegründet, arbeitet hauptsächlich mit der Philharmonie zusammen, derzeitiger Leiter ist Matthias Geißler
  • Knabenchor Dresden – gegründet im Jahr 1971 durch Studienrat Manfred Winter, geleitet von Matthias Jung
  • Singakademie Dresden – einer der bedeutendsten Laienchöre Mitteldeutschlands, hervorgegangen aus dem 1884 gegründeten Dresdner Lehrergesangverein, bestehend aus Kinder-, Kammer-, Oratorien- und Seniorenchor, geleitet von Ekkehard Klemm

Museen und Galerien

Staatliche Museen und Landesmuseen

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) enthalten die berühmtesten staatlichen Museen Dresdens. Zahlreiche einzelne Exponate ziehen international Besucher an oder werden weltweit an andere Museen und Ausstellungen verliehen. Eine zentrale Einrichtung der Kunstsammlungen wird wieder das Dresdner Schloss, das derzeit noch in Teilen aufgebaut wird. Neben diesem befinden sich noch zahlreiche Museen im Zwinger.

Die Gemäldegalerie Alte Meister befindet sich im Semperbau des Zwingers. Der Standort des Museums liegt dort seit 1855. Das berühmteste Exponat dieser Galerie ist die Sixtinische Madonna von Raffael, die ursprünglich 1512/13 als Altarbild gemalt wurde. Mit weiteren Werken unter anderen von Rembrandt, Rubens und Canaletto führt die Galerie Bilder der Renaissance und des Barock. Der Begriff „Alte Meister“ soll dabei die epochale Abgrenzung zu den Malern der Galerie Neue Meister späterer Epochen schaffen.

Zu den Neuen Meistern zählen Maler wie Caspar David Friedrich, Max Liebermann, Max Slevogt, Otto Dix und Künstler der Vereinigung Die Brücke. Damit führt die Galerie Werke der Romantik, des Impressionismus und des Expressionismus. Im Gegensatz zu den Alten Meistern hatten bei den Künstlern dieser Galerie sehr viele einen persönlichen Bezug zu Dresden, indem sie an der Kunstakademie studierten, lehrten oder in Dresden lebten. Die Galerie Neue Meister reißt als einziges großes Museum in Dresden die Moderne der Bildenden Künste an. Im Semperbau des Zwingers wird ab dem 4. April 2007 das Gemälde „Tante Marianne“ von Gerhard Richter zu sehen. Der aus Taiwan stammende Besitzer Pierre T. M. Chen, der das Gemälde im Juni 2006 bei Sotheby's in London ersteigerte, stellt es nun der Galerie Neue Meister dauerhaft als Leihgabe zur Verfügung.

Eine weitere berühmte Einrichtung der SKD ist das Grüne Gewölbe. Es beherbergt den Schatz des ehemaligen sächsischen Königs. Der Schatz in Form von Schmuck und repräsentativen Ausstellungsstücken ist eine Sammlung europäischer Goldschmiedekunst und des Feinhandwerks. Besonders bekannt ist der Kirschkern, der mit zahlreichen menschlichen Köpfen beschnitzt ist. Insgesamt besitzt die Sammlung etwa 3000 Stücke, von denen bis Ende August 2006 baubedingt nur 1000 ausgestellt werden konnten. Seit 1. September 2006 befindet sich das Grüne Gewölbe jedoch wieder in den früheren, nach dem alten Vorbild renovierten Räumen im Schloss. Eng verbunden ist die Sammlung mit dem Münzkabinett und mit der Rüstkammer.

Ein besonderes Museum der SKD ist der Mathematisch-Physikalische Salon, der sich ebenfalls im Zwinger befindet. Er enthält mathematische und physikalische Instrumente aus der Zeit des Barock und der Aufklärung, aber auch Globen und astronomische Kartografien. Er ist eines der frühesten Zeugnisse für die Verbindung von Kultur und Wissenschaft in Dresden und wurde 1728 aus der allgemeinen Kunstsammlung ausgegründet. Die Grundlagen dieser Sammlung wurden dort schon Jahrhunderte vorher gelegt.

Weitere Einrichtungen der Kunstsammlungen sind das Kunstgewerbemuseum im Schloss Pillnitz, das Kupferstichkabinett, das Museum für Sächsische Volkskunst, die Porzellansammlung – eine Sammlung Meißner Porzellan, die Puppentheatersammlung und die Skulpturensammlung.

Weitere Landesmuseen und Sammlungen des Landes in Dresden sind:

  • Landesmuseum für Vorgeschichte
  • Staatliche Naturhistorische Sammlungen Dresden
  • Museum für Völkerkunde Dresden
  • Universitätssammlung Kunst + Technik der Technischen Universität Dresden
  • Verkehrsmuseum Dresden

Nationale Museen

Das Deutsche Hygiene-Museum dient seit seiner Gründung 1912 der gesundheitlichen, humanbiologischen und medizinischen Aufklärung der breiten Bevölkerung. Bekanntestes Exponat ist die Gläserne Frau, die einen plastischen Einblick auf alle inneren Organe zulässt.

Im Norden der Stadt, in der ehemaligen Kasernenvorstadt Albertstadt, liegt das Militärhistorische Museum der Bundeswehr. Es wird derzeit nach Plänen von Daniel Libeskind umgebaut (siehe unten) und führt eine Sammlung von Waffen und Kriegsgeräten aus mehreren Jahrhunderten.

Städtische Museen

Das Stadtmuseum Dresden sitzt mit seiner Hauptstelle im Landhaus (dem ersten Tagungsgebäude für die Landstände) am Pirnaischen Platz. Diese Stelle enthält neben der städtischen Galerie Ausstellungen zur Stadtentwicklung. Weitere Museen des Stadtmuseums sind das Carl-Maria-von-Weber-Museum, das Kraszewski-Museum, das Kügelgenhaus (Museum der Dresdner Romantik), das Schillerhäuschen und das Heimat- und Palitzschmuseum.

Die Technischen Sammlungen der Stadt Dresden liegen im Stadtteil Striesen und belegen den Ernemannbau, eine alte Fabrik für fotografische Apparaturen. Sie stellt technische Objekte der Industrialisierung, aber auch Rechen- und Datenverarbeitungsmaschinen aus. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf sächsischen Entwicklungen, die die Industrialisierung in Sachsen beeinflussten.

Weitere Museen

  • Erich-Kästner-Museum
  • Fahrradmuseum
  • Gedenkstätte Münchner Platz Dresden
  • Kleinbauernmuseum Reitzendorf
  • Kulturverein riesa efau
  • Buchmuseum
  • Lichtdruck-Werkstatt-Museum
  • Schulmuseum

Zeitgenössische Kunst in Dresden

Zeitgenössische Kunst ist in Dresden in folgenden nicht-kommerziellen Instituten und Galerien zu sehen:

  • Kunsthaus Dresden – Städtische Galerie für Gegenwartskunst
  • Motorenhalle – Projektzentrum für zeitgenössische Kunst
  • Doppel.De – Autonome Projektgalerie Studierender der Hochschule für Bildende Künste Dresden
  • 7. Stock – useful information
  • Oktogon – Ausstellungsräume der Hochschule für Bildende Künste Dresden

    Bibliotheken

    Die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB, siehe unten) befindet sich auf dem Campus der TU Dresden integriert im Süden der Stadt. Sie besitzt als Landesbibliothek das Pflichtexemplarrecht für in Sachsen vor allem in der Verlagsstadt Leipzig erschienene und erscheinende Bücher. Sie gehört mit etwa sieben Millionen Bestandseinheiten zu den größten Bibliotheken in Deutschland und entstand 1996 durch den Zusammenschluss mit der Universitätsbibliothek. In der Bibliothek befindet sich die Deutsche Fotothek. Gegründet wurde die Landesbibliothek als Hofbibliothek 1556.

    Die Stadt selbst betreibt mit den städtischen Bibliotheken eine der am intensivsten genutzten Bibliotheken in Deutschland. Jährlich entleiht sie mehr als fünf Millionen Bücher und andere Medien. Sie unterteilt sich in 18 Stadtteilbibliotheken, 28 Haltestellen der Fahrbibliothek und eine Hauptstelle.

    Kinos

    Dresden hat eine ausgesprochen vielfältige Kinolandschaft. Mit dem CinemaxX in Blasewitz, dem Metropolis am Waldschlösschen, dem UCI im Elbe-Park und dem UFA-Palast an der Prager Straße existieren insgesamt vier Multiplex-Kinos in Dresden. Besonders der UFA-Palast ist architektonisch interessant; der vom Architekturbüro Coop Himmelb(l)au entworfene auffällige „Glaskristall“ (siehe unten) steht direkt neben dem ebenso markanten „Rundkino“ aus DDR-Zeiten.

    Trotz der Häufung von Multiplex-Kinos bestehen in Dresden weiterhin verschiedene Programmkinos und mit der Schauburg in der Neustadt auch ein großes „klassisches“ Kino. Trotz der Konkurrenz wurde beispielsweise die Schauburg wiederholt bei Umfragen eines Dresdner Stadtmagazins zum beliebtesten Kino gewählt. Unter den Programmkinos sind vor allem das Programmkino Ost, das Casablanca, das Kino im Dach, das Kino im Kasten und das Thalia zu nennen. Im Jahr 2006 wiedereröffnet wurde das Kino in der Fabrik (kurz KIF), das jedoch kein reines Programmkino ist. Erwähnenswert ist dessen ungewöhnliches Ambiente in einer ehemaligen Fabrik, das unter anderem durch eine ausgefallene Farbgebung besticht.

    Bauwerke

    Dresden ist berühmt als Stadt des Barock. Dabei hat sich im Bereich der Architektur der Dresdner Barock entwickelt. Die erhaltenen Bauwerke des Barock sind im Allgemeinen für sächsische Monarchen errichtet worden und teilweise auch dem Neobarock zuzuordnen. Für bürgerlichen Barock gibt es in Dresden wenige erhaltene Beispiele. Auf der anderen Seite werden viele Gebäude irrtümlich dem Barock zugeordnet. Weitere Bauwerke sind im Stil der Renaissance und der Klassik, vor allem aber im „Neobaustil“ des Historismus errichtet.

    Kulturelles Erbe

    Zum kulturellen Erbe gehört als Gesamteinheit das Weltkulturerbe Elbtal. Diese erst kürzlich von der UNESCO aufgenommene Weltkulturerbestätte wird jedoch im Moment dahingehend geprüft, ob sie durch den geplanten Bau der Waldschlößchenbrücke gefährdet ist. Im November 2005 äußerte sich der zuständige Direktor des Unesco-Welterbezentrums besorgt über die mögliche Beeinträchtigung der Landschaft. Weiterhin offen ist, unter welchen Voraussetzungen und ob es zum Bau der Brücke kommen wird, da der eigentlich für 22. März 2006 geplante Baustart ausgesetzt wurde. Am 25. August 2006 beschloss der Dresdner Stadtrat, dass der Antrag auf Planfeststellung für den „Verkehrszug Waldschlößchenbrücke“ zurückzuziehen sei und dass Alternativen für eine rechtlich zulässige Umsetzung des Bürgerentscheides vom 27. Februar 2005 für den Bau der Brücke zu prüfen seien, damit das Weltkulturerbe erhalten bliebe.

    Der eigentlichen barocken Zielsetzung einer Beherrschung der Natur und Einordnung in klare symmetrische Formen entgegengestellt, achtete man bei der Stadtplanung auf Freiräume für die Elbe. Die Elbe durchläuft die Stadt deshalb immer noch in weiten Mäandern. Dieser Umgang mit den elbnahen Räumen setzte sich dabei über Jahrhunderte bis in die Gegenwart durch. Zu diesem Kulturraum zählen auch bürgerliche und industrielle Bauwerke.

    Die beiden kulturellen Wahrzeichen der Stadt sind die Semperoper und der Zwinger. Die Semperoper wurde von 1977 bis 1985 nach Originalplänen des zweiten Opernbaus (1878 bis 1945) von Gottfried Semper wiedererrichtet. Sie ist ein Bauwerk des Historismus und trägt vor allem Elemente der Klassik. Der Zwinger kann noch als im Original erhalten bezeichnet werden. Er wurde von 1711 bis 1722 im barocken Baustil als Ort für Feierlichkeiten verbunden mit Kunstausstellungen auf einer ehemaligen Bastion der Stadtfestung errichtet. Auf seiner Südseite blieben dabei Reste der Stadtmauer erhalten, in der sich das sehr bekannte Kronentor befindet, das der königlichen Krone nachempfunden ist. Als eines der ersten Gebäude wurde er nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut und restauriert. Zusammen mit dem Italienischen Dörfchen und der Hofkirche (siehe unten) bilden Zwinger und Semperoper die architektonische Einheit des Theaterplatzes.

    Die Brühlsche Terrasse erstreckt sich in der Innenstadt entlang des Elbufers. Sie ist eine Zusammenstellung aus mehreren Bauwerken und befindet sich auf der alten Stadtbefestigung etwa zehn Meter über der Elbe. Die Kasematten, die ehemaligen unzugänglichen Wehranlagen der Stadt, unter der Terrasse sind in Form eines Museums begehbar. Gebäude, die zur Brühlschen Terrasse gezählt werden, sind zum Beispiel das Albertinum, die Kunstakademie und die Secundogenitur, die ihren Namen daher erhielt, dass immer der zweitgeborene Sohn (lat. secundo) der sächsischen Könige dieses Gebäude als Ausgleich erhielt. Am östlichen Ende befindet sich die Jungfernbastei beziehungsweise der Brühlsche Garten.

    Das Dresdner Residenzschloss war Wohnsitz der sächsischen Kurfürsten und später Könige. Es ist im Verlauf seiner Geschichte häufig erweitert und verändert worden. Es weist daher sehr viele Baustile in verschiedenen Flügeln und Teilen des Gesamtbauwerks auf. Die ältesten Strukturen lassen sich auf Stichen des 15. Jahrhunderts erkennen. Der Georgenbau ist dabei einer der wenigen erhaltenen Renaissancebauten in Dresden. Der Wiederaufbau des Schlosses begann 1986 und ist bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht abgeschlossen. Als erstes eigenständiges Element der Schlossanlagen konnte der Stallhof fertiggestellt werden. Zur architektonischen Einheit des Schlossplatzes zählen noch die Hofkirche (siehe unten), der Fürstenzug und das erst Ende des 19. Jahrhunderts errichtete Ständehaus.

    Am Rand der Dresdner Innenstadt befindet sich der Große Garten, ein Park mit Merkmalen barocker Gartenbauweise und symmetrischer Wegführung, allerdings mit freien Verläufen von Bewaldung. In diesem befindet sich das Sommerpalais. Der Große Garten gehört nicht zum Weltkulturerbe.

    Am Rande von Dresden, direkt an der Elbe, liegt das Schloss Pillnitz. Dieses besteht aus drei Palais im barocken und chinamodischen Baustil und wurde als Sommerresidenz genutzt. Das Palais an der Elbseite besitzt die berühmte Treppe zur Elbe, über die es möglich war, aus der Innenstadt per Gondel an diesem Schloss zu landen. In die europäische Geschichte ging es über die Pillnitzer Deklaration ein.

    Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden in Dresden bedeutenden Bauwerke der Reformbaukunst. Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die 1909 gegründete erste deutsche Gartenstadt Dresden-Hellerau. Namhafte Künstler und Architekten, wie z. B. Richard Riemerschmid, Hermann Muthesius, Theodor Fischer, Kurt Frick und Heinrich Tessenow waren an der Gestaltung der von Karl Schmidt-Hellerau gegründeten Reformsiedlung beteiligt. Von Tessenow stammt auch das weltberühmte Hellerauer Festspielhaus, von 1911 bis 1914 Wirkungsstätte des Schweizer Musikpädagogen Emile Jaques-Dalcroze, in dessen Umfeld Hellerau kurzzeitig zu einem Weltzentrum der Moderne wurde.

    Kirchen und Synagogen

    Das berühmteste Wahrzeichen der Stadt ist die evangelische Frauenkirche. Sie ist international bekannt als Mahnmal gegen Krieg und als Zeugnis von Versöhnung. Die Frauenkirche wurde nach ihrer Zerstörung am 14. Februar 1945 infolge der Luftangriffe auf Dresden und langjährigem Wiederaufbau, der sich wesentlich über Spendengelder aus der ganzen Welt finanzierte, am 30. Oktober 2005 geweiht. Mit ihrer hohen und breiten Kuppel beherrscht sie das Stadtbild, auf das man von der begehbaren Laterne an der Spitze einen Rundblick werfen kann. Das Original von George Bähr war eines der wenigen hervorragenden Beispiele für bürgerlichen Barock. Die Kirche wurde von 1723 bis 1743 erbaut und ersetzte einen romanischen Vorläufer. Die Bauzeit von 17 Jahren war für damalige Zeiten sicher sehr gut, wenn man bedenkt, dass der Wiederaufbau in der Moderne mit wesentlich besseren Kränen und Baugeräten etwa zehn Jahre dauerte. Die Kirche ist in ihrer alten Form wie in ihrem Neubau etwas mehr als 91 Meter hoch.

    Durch den Wiederaufbau der Frauenkirche ist die katholische Hofkirche wieder die zweithöchste Kirche in Dresden. Sie wurde im Jahre 1751 der Heiligsten Dreifaltigkeit („Sanctissimae Trinitatis“) geweiht. Bereits nach dem Krieg wurde sie wiedererrichtet und 1964 zur Kon-Kathedrale (Mit-Kathedrale) erhoben. Durch den Umzug des Bischofs von Bautzen nach Dresden ist sie seit 1980 Kathedrale des Bistums Dresden-Meißen. Dresden gehört damit zu den wenigen Städten, in denen eine Kathedrale nicht die höchste Kirche ist.

    Die evangelische Hauptkirche Dresdens ist die am Rande des Altmarkts gelegene Kreuzkirche. Der größte Kirchenbau Sachsens ist, wenn auch in anderer Form, schon seit dem 13. Jahrhundert überliefert.

    Nach dem Krieg wurde die Sophienkirche, die am Postplatz in unmittelbarer Nähe des Zwingers lag, nicht wieder aufgebaut. Sie wurde trotz ihres guten Erhaltungszustandes im Rahmen der sozialistisch-antikirchlichen Einstellung der Staatsführung abgetragen. Sie war eines der wenigen Bauwerke der Gotik in Dresden.

    Auch die in der Dresdner Südvorstadt gelegene Zionskirche – eine der jüngsten Kirchen Dresdens – fiel dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer. Nach der Grundsteinlegung im Jahr 1901 wurde die im Jugendstil errichtete Kirche schließlich im September 1912 geweiht. In der Bombennacht vom 13. Februar 1945 brannte das Gotteshaus völlig aus. In einer Baracke in unmittelbarer Nähe der Ruine fanden ab 1949 Aktivitäten der evangelischen Studentengemeinde statt, die die Räumlichkeiten ab 1956 mit der Zionsgemeinde teilte. Im Juni 1981 wurde mit dem Bau der neuen Zionskirche in der Bayreuther Straße begonnen, der durch die Unterstützung der schwedischen Kirche möglich wurde. Die feierliche Weihe fand am 31. Oktober 1982 statt.

    Mehrere Kirchruinen in Dresden konnten vor einem Abriss bewahrt werden. Der Turm der im Neorenaissancestil errichtete Trinitatiskirche in Johannstadt und einzelne Räume wurden in den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts, nach Enttrümmerung und Sicherung der Ruine, wieder ausgebaut. Heute dient sie der evangelisch-lutherischen Johanneskirchgemeinde Dresden-Johannstadt-Striesen wieder als Kirchenraum, dem Förderverein als Veranstaltungsort, unter anderem für Konzerte, und der Offenen Sozialen Jugendarbeit der Gemeinde als Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche aus dem Stadtteil. Die St.-Pauli-Kirche im Hechtviertel wird von einem gemeinnützigen Verein intensiv als Sommertheater genutzt. Eine weitere Ruine ist die erwähnte Zionskirche in der Südvorstadt.

    Am südlichen Rand der Innenstadt, ebenfalls in der Südvorstadt, liegen die Russisch-Orthodoxe Kirche und die Lukaskirche.

    In der Inneren Neustadt befindet sich die Dreikönigskirche mit ihrem Totentanzrelief. Von 1990 bis 1993 war sie Sitz des sächsischen Landtags.

    Die im Stadtteil Strehlen auf einer Anhöhe am Kaitzbach gelegene Christuskirche entstand in den Jahren 1902–1905. Erbaut von den Dresdner Architekten Schilling & Graebner, stellt sie eine der modernsten und kühnsten Kirchenbauten ihrer Zeit in Deutschland dar und wird der Reformarchitektur zugeordnet.

    Die Synagoge in Dresden wurde während der Reichspogromnacht am 9. November 1938 zerstört. Der Architekt des damaligen Bauwerks, das von 1838 bis 1840 erbaut wurde, war Gottfried Semper. Aus dem alten Gebäude konnte nur der Davidstern gerettet werden. Fast exakt am selben Ort entstand bis zum 9. November 2001 ein Neubau (siehe unten).

    Moderne Bauwerke

    Das ehemalige Centrum-Warenhaus ist mit seiner „modernen“ Fassade ein berühmtes Beispiel für DDR-Architektur (wurde abgerissen und wird momentan durch ein größeres Warenhaus ersetzt)
    Das ehemalige Centrum-Warenhaus ist mit seiner „modernen“ Fassade ein berühmtes Beispiel für DDR-Architektur (wurde abgerissen und wird momentan durch ein größeres Warenhaus ersetzt)

    Obwohl Dresden hauptsächlich für seine Bauwerke aus dem Barock beziehungsweise Historismus bekannt ist, befinden sich doch auch Baudenkmäler des 19. und 20. Jahrhunderts in der Stadt. Die neudeutsche Romantik ist ebenso vertreten wie neoklassizistische Bauten und Gebäude der Gründerzeit, des Jugendstils und der Moderne wie Postmoderne. Teilweise bauen diese neuen Bauwerke auf Vorgängern auf beziehungsweise dienen der Erneuerung dieser Bauwerke. In der Gegenwart werden in Dresden wieder Projekte von international bedeutsamen Architekten durchgeführt.

    Das Gebäude des Sächsischen Landtages besteht aus mehreren Flügeln. Der alte südliche, 1928 bis 1931 errichtete Teil, gehört dem Bauhaus-Stil an und beherbergt jetzt die Büros der Abgeordneten. Ursprünglich wurde das Gebäude als Landesfinanzamt errichtet und nach 1945 bis 1990 durch die SED-Bezirksleitung genutzt. Neu errichtet wurde der Glasflügel im Norden und die davorliegende „Neue Terrasse“ an der Elbe. Der Plenarsaal und die Räume für die Sitzung befinden sich den Fluss entlang in diesem Glasanbau. Ein weiteres Gebäude, das der Architektur der Weimarer Republik angehört, ist das 1930 eröffnete Deutsche Hygiene-Museum. Es befindet sich in Verlängerung der Hauptachse des Großen Gartens zwischen diesem und der Innenstadt. Der mehrflügelige Bau nimmt die Symmetrie des barocken Parks auf, ist also bewusst als modernes Bauwerk in die bestehende Stadtlandschaft integriert worden. Er trägt vor allem Stilelemente des späten Historismus und bedient sich als solches bei verschiedenen europäischen Baustilen.
    Die Neue Terrasse ist ein Ensemble der Moderne in Dresden

    Direkt gegenüber dem Landtag befindet sich das Kongresszentrum der Stadt. Es soll die Innenstadt nach Westen hin abschließen, besteht zu großen Teilen aus Glas und nimmt in seiner Form der Fassade die Kurven des Flusses auf. Eine weitere Einrichtung für große Veranstaltungen ist der Kulturpalast, der von 1962 bis 1969 errichtet wurde. Er schließt den Altmarkt in Richtung der wiedererrichteten Frauenkirche ab und brach vor der Rekonstruktion der Kirche die Leere in der entkernten Stadt. Derzeit wird geplant und geprüft, wie das Gebäude erneuert werden kann, vor allem soll die schlechte Akustik verbessert werden. Das sonstige Umfeld am Altmarkt wurde durch Gebäude im Stil des Neoklassizismus errichtet.

    In der nördlichen Albertstadt, dem ehemaligen Garnisonskomplex, befindet sich das Militärhistorische Museum der Bundeswehr. Dessen Bauwerk (das Arsenal), das 1875 das Albertinum in der Altstadt als Zeughaus ersetzte, wird derzeit nach Plänen von Daniel Libeskind erneuert und umgebaut.

    Am 10. November 2006 wurde der nach Plänen von Norman Foster umgebaute und modernisierte Dresdner Hauptbahnhof wiedereröffnet. Wie schon beim Reichstag in Berlin oder dem British Museum wird dabei die alte Struktur und Beschaffenheit des Gebäudes mit neuen Materialien und Formen kombiniert. Das Hauptaugenmerk beim Hauptbahnhof lag auf der Erneuerung des Daches, das mit einem lichtdurchlässigen Teflon-Glasfaser-Gewebe belegt wurde. Dabei heben sich die filigrane Stahlkonstruktion der Bahnhofshalle und der schlicht fallende Stoff gegenseitig hervor. Durch die Dachform des reißfesten Stoffes ergeben sich weitere Einblicke in die Struktur der Stahlträger. Ebenfalls nach Bestrebungen von Foster wurde die lange Zeit mit einem festen Dachbelag überbaute Glaskuppel der Empfangshalle wieder lichtdurchlässig gestaltet. Das Gebäude ist dadurch insgesamt heller und transparenter geworden.

    Direkt am Hauptbahnhof befindet sich das neuerrichtete Kugelhaus. Der Gedanke eines Hauses in Kugelform wurde erstmals 1928 in Dresden verwirklicht. Dieses Gebäude befand sich auf dem heutigen Gelände der VW-Manufaktur, auf dem bis zum Baubeginn der Fabrik das Messe- und Ausstellungsgelände lag. 1928 wurde das Kugelhaus als ein Teil dessen für Ausstellungszwecke davor errichtet. 1938 wurde es aus angeblich technischen Gründen abgerissen, wenngleich die Bauweise vorher mehrfach als undeutsch und entartet bezeichnet wurde. Das neue Kugelhaus, das eine reine Glasfassade besitzt, soll das Motiv der Kugel wieder aufnehmen.
    Der dekonstruktivistische UFA-Kristallpalast
    Der dekonstruktivistische UFA-Kristallpalast

    Eines der Gebäude der Moderne in Dresden ist der UFA-Palast des Architekturbüros Coop Himmelb(l)au. Dieses mittlerweile bekannte Büro baute mit diesem Gebäude sein erstes großes Projekt. Es gehört trotz nutzungsbedingter Kompromisse zum Dekonstruktivismus, was vor allem am großen Glaskubus des Baus zu erkennen ist.

    Weitere bekannte glasbetonende Bauwerke sind zum Beispiel das World Trade Center oder die Gläserne Manufaktur von VW, beide am so genannten „26er Ring“ (Straßenzug um die Altstadt aus Ammonstraße, Wienerstraße, Lennéstraße und Güntzstraße) gelegen.

    Zu den der Überbetonung des Glases entgegengestellten Bauwerken gehört die Synagoge, ein auch aufgrund der markanten Lage am alten Standort der 1938 in der Reichspogromnacht zerstörten Synagoge von Gottfried Semper direkt an der Elbe in seiner Gestaltung umstrittenes Gebäude. Sie besteht aus zwei Flügeln, dem Gebets- und Gemeinderaum. Der Gebetsraum ist nach außen fast völlig fensterlos. Auffällig an dem Gebäude sind die verdrehten senkrechten Kanten. Das Gebäude wurde 2001 zum Europäischen Gebäude des Jahres ernannt.

    In der Auffassung von Glas sehr ähnlich ist die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek. Die Auslage- und Lesebereiche der Bibliothek liegen größtenteils unter der Erde. Die einzige echte Fassade des Bauwerks besitzen die beiden aufragenden Riegel, die wenig Fensterfläche aufweisen. Eine natürliche Beleuchtung der Bibliothek wird über Lichtschächte und das große Glasdach des zentralen Lesesaals erreicht. Die Innenarchitektur wirkt ruhig und gleicht der einer Klosterbibliothek mit sehr vielen Nischen, Galerien und Säulen.

    Am Rande der Innenstadt befindet sich mit dem St. Benno Gymnasium eine der wenigen Schulneubauten Dresdens nach 1989. Entworfen wurde das Gebäude von Behnisch Architekten. Auffällig ist vor allem die aufgelockerte und farbige Gestaltung des gesamten Baus.

    Brücken

    Dresden, an der Elbe gelegen, weist mehrere Elbbrücken auf. Die berühmteste ist das Blaue Wunder (eigentlich Loschwitzer Brücke). Es gehört zu den technischen Sehenswürdigkeiten in Dresden und liegt etwas stromaufwärts der Dresdner Innenstadt zwischen Loschwitz und Blasewitz. Die Stahlfachwerkbrücke überspannt die Elbe über eine Länge von 141,5 m als einzige Brücke in Dresden ohne Strompfeiler.

    In der Innenstadt befinden sich vier Straßenbrücken und eine Eisenbahnbrücke:

    Die Albertbrücke ist vom Blauen Wunder stromabwärts die nächste Brücke. Sie wurde als letzte der alten Steinbrücken angelegt.

    Die Carolabrücke folgt etwa 640 Meter weiter. Sie war ursprünglich eine auf steinernen Pfeilern ruhende Bogenbrücke mit Bögen aus Stahlfachwerk, wurde aber nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg durch eine Spannbetonbrücke ersetzt. Diese trägt mit der vierspurigen B 170 eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen der Stadt und zudem einen separaten Gleiskörper der Straßenbahn. Zu DDR-Zeiten trug sie den Namen Dr.-Rudolf-Friedrichs-Brücke.

    Weitere 600 Meter weiter folgt die Augustusbrücke. Sie ist ebenfalls eine Stahlbetonbrücke, allerdings in Bogenbauweise und von außen mit Sandstein verkleidet, mit der 1910 eine unter August dem Starken 1727 errichtete Brücke ersetzt wurde. Sie liegt direkt im alten Stadtkern.

    Die stromabwärts letzte Brücke im Stadtzentrum ist die Marienbrücke, die eigentlich aus zwei Brücken besteht: flussaufwärts eine Straßenbrücke und flussabwärts eine fünfgleisige Eisenbahnbrücke. Da beide Brücken sehr nah beieinander liegen und ursprünglich Eisenbahn und Straße gemeinsam auf der stadtnäheren Brücke geführt wurden, werden beide Brücke oft in einem Atemzug genannt.

    Zwischen den Brücken der Dresdner Altstadt knickt die Elbe auf einer Strecke von zwei Kilometern um etwa 90 Grad ab. Verlängert man die Brückenachsen gedanklich, treffen sie sich am Albertplatz, der bewusst als Fokus der Verkehrsachsen angelegt wurde. Aufgrund der zahlreichen Brückenpfeiler im Elbebogen gehört Dresden für die Binnenschifffahrt zu den schwierigsten Passagen des weitestgehend begradigten Flusses.

    Weiter flussabwärts liegt die zwischen den Kriegen gebaute Flügelwegbrücke, die die Stadtteile Kaditz und Cotta verbindet. Die Brücke wurde kürzlich komplett erneuert und trägt nun sechs Autospuren der Westumfahrung Dresdens.

    Weitere Brücken auf dem Dresdner Stadtgebiet sind die ebenfalls erneuerte Autobahnbrücke der A 4 sowie die Niederwarthaer Eisenbahnbrücke der Berlin-Dresdner Eisenbahn im äußersten Westen. Beide Brücken können auch von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden.

    Seit Jahren äußerst umstritten ist der Bau einer neuen Brücke östlich der Innenstadt, der Waldschlößchenbrücke. Zwar sprach sich ein Bürgerentscheid im Februar 2005 eindeutig für den Bau aus, dessen Verwirklichung ist aber weiterhin offen. Ende 2005 wurde bekannt, dass die UNESCO Probleme mit der Vereinbarkeit des Bauwerkes und dem Titel „Welterbe“ für das Dresdner Elbtal sieht, was zum Bürgerentscheid noch nicht bekannt war. Im Juli 2006 setzte die UNESCO das Elbtal auf die „Rote Liste“ des gefährdeten Weltkulturerbes und forderte Deutschland und die Stadt Dresden auf, das Bauwerk zu stoppen und nach alternativen Lösungen zu suchen. Der Dresdner Stadtrat verschob vorerst den Baubeginn und beschloss Verhandlungen mit der UNESCO. Der Freistaat hob diese Entscheidung wieder auf, so dass sich wiederholt die Justiz mit der Brücke beschäftigte. Im März 2007 entschied schließlich das Sächsische Oberverwaltungsgericht, dass die Brücke gebaut werden müsse, da der Bürgerentscheid aufgrund der seit 1976 nicht erfolgten Umsetzung der Welterbekonvention in deutsches Recht Vorrang habe. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung bot finanziellen Ausgleich im Falle eines teureren Kompromisses mit der UNESCO an. Einige Tage vor dem dennoch geplanten Baubeginn am 13. August 2007 erfolgte ein vorläufiger Baustopp aufgrund einer Klage mehrerer Naturschutzverbände. Daher droht dem Dresdner Elbtal weiterhin die Aberkennung des Welterbestatus.

    Eine weniger umstrittene Querung ist die in Bau befindliche Straßenbrücke zwischen Radebeul und dem Dresdner Ortsteil Niederwartha, die direkt neben der dortigen Eisenbahnbrücke entsteht und Radebeuls Autofahrer schneller zur A 4 bringen soll.

    Für weitere Elbbrücken gab es bereits teilweise recht detaillierte Planungen, die später zugunsten der Waldschlößchenbrücke wieder aufgegeben wurden. Das sind die Brücke Erfurter Straße, die dritte Marienbrücke, eine Brücke am Thomas-Müntzer-Platz sowie in Niederpoyritz.

    Technische Bauwerke

    An den Elbhängen im Stadtteil Loschwitz befinden sich die Standseilbahn und die Schwebebahn. Die Standseilbahn verbindet Loschwitz über eine 547 Meter lange Strecke mit dem 95 Meter höher gelegenen Stadtteil Weißer Hirsch. Auf gegenüberliegender Seite des Nebentals des Loschwitzbachs verbindet die Schwebebahn die Stadtteile Loschwitz mit Oberloschwitz. Sie überwindet auf 274 Meter Länge 84 Höhenmeter. Beide Einrichtungen zählen weltweit zu den ersten ihrer Art; die Standseilbahn wurde 1895, die Schwebebahn 1901 als erste Bergschwebebahn der Welt eröffnet. Die Berghänge Dresdens machen eine Fahrt mit diesen zu den Dresdner Verkehrsbetrieben gehörenden Fortbewegungsmitteln sehr reizvoll. Die Hänge von Loschwitz gehörten vor 100 Jahren zu den teuersten Wohnflächen in Europa.

    Nach 1905 entstanden unter dem Stadtbaurat Hans Erlwein zahlreiche Industriebauten, die bewusst so gestaltet waren, dass sie das Stadtbild in der Innenstadt so wenig wie möglich stören. Markantestes Beispiel dafür ist der Erlweinspeicher, der wenige Meter hinter der Semperoper liegt. Er gehört zu den ersten in Stahlbetonbauweise errichteten Gebäuden. Damit das zehngeschossige Gebäude nicht zu grob wirkt, hat Erlwein das Dach und die Fassade in kleinen Strukturen gebrochen. Im Frühjahr 2006 wurde der Umbau des Speichers in ein Hotel abgeschlossen. Weitere bedeutende Gebäude von Erlwein sind das Gasometer in Reick und der (neue) Schlachthof im Ostragehege, in dem sich seit 1999 die Messe Dresden befindet.

    Der Alte Schlachthof liegt auf der anderen Elbseite in der Leipziger Vorstadt und wird als Veranstaltungsort für Konzerte genutzt.
    Yenidze, mit den charakteristischen Türmen

    Ebenfalls mit Bewusstsein für ästhetisches Aussehen wurde die Tabakwarenfabrik Yenidze erbaut. Sie befindet sich in Sichtweite des Erlweinspeichers und wurde von 1908 bis 1909 im Stil einer Moschee errichtet und wird auch in der heutigen Zeit noch gerne für einen Sakralbau gehalten. Der Bau war damals aber insbesondere aufgrund der Distanz zur orientalischen Kultur äußerst umstritten. Seit seiner Restaurierung 1996 dient das Gebäude als Bürokomplex. Genau wie der Erlweinspeicher steht es unter Denkmalschutz.

    An der Yenidze vorbei führt die Bahnstrecke zwischen Hauptbahnhof und dem Bahnhof Dresden-Neustadt. Sie wurde ähnlich wie die Berliner Stadtbahn auf Viadukten durch die enge Innenstadt gebaut. Bis zur Fertigstellung des durchgängigen Bahnsystems gab es zahlreiche Stichbahnhöfe wie den Leipziger Bahnhof und den Schlesischen Bahnhof auf Neustädter Elbseite sowie den Berliner Bahnhof, den Böhmischen Bahnhof und den Bahnhof der Albertbahn auf südlicher Elbseite, die mittels ebenerdiger Bahngleise lose verbunden gewesen waren, die wiederum die Straßenbrücke Marienbrücke für die Elbquerung nutzten. All diese Bahnhöfe konnten ab 1901 durch den Hauptbahnhof und den Bahnhof Dresden-Neustadt ersetzt werden. Zwischen den beiden Bahnhöfen wurde der Bahnhof Wettiner Straße (heute Dresden-Mitte) errichtet. Alle drei Bahnhöfe waren Hallenbahnhöfe.

    Einmalig in seinem Aufbau ist der Hauptbahnhof: Der mittlere Teil ist als ebenerdiger Kopfbahnhof für Züge aus Richtung Leipzig, Nürnberg oder Berlin errichtet. Auf beiden Seiten gibt es aber durchgängige Hochbahnsteige Richtung Prag, mit jeweils zusätzlicher Bahnhofshalle. Das Empfangsgebäude befindet sich auf der Stirnseite des Kopfbahnhofteils zwischen den Durchgangsgleisen. Derzeit wird der Bahnhof vollständig umgebaut und erneuert.

    Der Fernsehturm befindet sich am Rand des östlichen Hochlands und ist 252 Meter hoch. Er überragt die Stadt aufgrund der Berglage um etwa 370 Meter und wurde 1969 eröffnet. Bis 1991 befand sich eine gastronomische Einrichtung auf knapp 150 Meter Höhe, also etwa 268 Meter über der Stadt. Ebenfalls am Elbhang, wenngleich am südlichen im westlich gelegenen Ortsteil Cossebaude, liegt das Pumpspeicherwerk Niederwartha. Es wurde 1930 erbaut und besitzt eine Leistung von 120 Megawatt. Aus dem oberen Becken strömt das Wasser 143 Meter in das untere, das an der Elbe liegt.

    Weitere nennenswerte technische Bauwerke sind das Krematorium Tolkewitz, das Wasserwerk Saloppe und das Automatische Parkhaus Dresden-Neustadt, das im Rahmen der zur Fußball WM 2006 gestarteten Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ als einer von 365 repräsentativen Orten ausgezeichnet wurde.

    Brunnen, Denkmäler und Skulpturen

    Die bekannteste Skulptur in Dresden ist der Goldene Reiter, ein Abbild August des Starken im römischen Schuppenpanzer hoch zu Ross. Er scheint als König von Polen in Richtung Warschau zu reiten. Das Denkmal befindet sich auf der Hauptstraße in der historischen Neustadt. Das Modell stammt vermutlich von Hofbildhauer Jean Joseph Vinache (1696–1754). Der Kanonenschmied Ludwig Wiedemann (1690–1754) goss die Figuren 1733 in Kupfer. Im gleichen Jahr starb August der Starke und erlebte die Aufstellung seines Denkmals nicht mehr. 1735 wurde die erste Feuervergoldung aufgebracht, die Denkmalweihe fand am 26. November 1736 statt. Die Figuren sind heute mit Blattgold beschichtet.

    Ganz in der Nähe des Goldenen Reiters befindet sich auch ein Denkmal für Augusts Hofnarren Joseph Fröhlich, und zwar an der Stelle, wo bis 1945 dessen Wohnhaus stand, das so genannte Narrenhäusel.

    Aus Dankbarkeit, dass Dresden von der Choleraseuche verschont blieb, wurde der Cholerabrunnen 1846 auf dem Postplatz errichtet. Aus Platzgründen (der Postplatz war bereits um 1920 das Drehkreuz des Dresdner Straßenbahnnetzes) wurde er später etwas abseits des Platzes in die Nähe der Hofkirche verlegt. Er ist eines der wenigen Bauwerke der Neogotik in Dresden.

    Am Albertplatz befindet sich ein 240 Meter tiefer artesischer Brunnen, der ursprünglich der Trinkwasserversorgung in der damals stark wachsenden Antonstadt dienen sollte, dies aber nie erreichen konnte. Auf dem Albertplatz befinden sich die beiden Zierbrunnen „Stille Wasser“ stadtwärts links und „Stürmische Wogen“ auf dem parkähnlichen und kreisrunden Albertplatz, zwischen denen sich die Straßenbahnhaltestellen befinden. Ein historischer und ebenfalls sehr berühmter Springbrunnen in Dresden ist das Nymphenbad im Zwinger.

    In Dresden befinden sich etwa 300 Brunnen, Wasserspiele und Fontänen. Darunter sind auch moderne Anlagen wie die „Pusteblumen“ auf der Prager Straße (diese sind den Springbrunnen aus sozialistischen Zeiten nachempfunden, die sich am selben Ort befanden) oder die Brunnen vor dem Hauptbahnhof, in denen sich das Glasdach der darunterliegenden Tiefgarage befindet.

    Sonstige

  • Japanisches Palais
  • Gartenstadt Hellerau mit Festspielhaus
  • Luisenhof in Loschwitz
  • Pfunds Molkerei
  • Königstraße
  • Kunsthofpassage
  • Messe Dresden
  • Sarrasani (zerstört)
  • Schillerhaus (Dresden)
  • Städtischer Heidefriedhof

Ausflugsziele/Erholung

Dresden besitzt sowohl auf eigenem Stadtgebiet als auch im Umland zahlreiche Ausflugsziele. Weite Teile der Stadt dienen der Naherholung; einige Stadtteile sind ehemalige Kurorte. Gerade der touristische Wert der Stadt ergibt sich aus der Nähe zu einigen für sich schon bekannten Regionen oder Bauwerken, wie zum Beispiel Schloss Moritzburg, Meißen oder auch der Sächsischen Schweiz (Elbsandsteingebirge) beziehungsweise dem Erzgebirge.

In Dresden

Zentral auf Altstädter Elbseite liegt der Große Garten in dem der Zoologische Garten Dresden, die Parkeisenbahn (ehemalige Pioniereisenbahn), der Botanische Garten der TU Dresden und der Carolasee liegen. Der Große Garten ist fast rechteckig, 1,9 Kilometer lang und 2 Quadratkilometer groß. An den Großen Garten schließen weitere Parkanlagen wie die Bürgerwiese an.

Im Norden von Dresden liegt die Dresdner Heide. Sie bildet mit 50 Quadratkilometern etwa 15 % der heutigen Stadtfläche, liegt aber längst nicht mehr nur am Stadtrand. Sie wird von den Stadtteilen und Ortschaften Klotzsche, Weixdorf und Langebrück umfasst. Südlich schließen direkt an die Dresdner Heide die Elbwiesen an. Diese landwirtschaftlich genutzten, flussnahen Grünflächen durchziehen die gesamte Stadt und bilden damit etwa 5 % des Stadtgebiets. Direkt an die Elbwiesen schließen dabei verlandete Altarme der Elbe an, die ebenfalls weitestgehend Weideflächen, Feucht- oder Trockenwiesen geblieben sind.

Etwa einen Kilometer flussaufwärts der Altstadt befinden sich die drei Dresdner Elbschlösser mit ihren Parkanlagen. Diese sind flussaufwärts Schloss Albrechtsberg, Villa Stockhausen (Lingner Schloss) und Schloss Eckberg. Sie bilden den Anfang des Dresdner Elbhangs, der ab dort bis zur Stadtgrenze im Osten verläuft. An diesen Hängen, die teilweise an die Dresdner Heide grenzen, befinden sich 22 Hektar Weinanbauflächen.

Der Schillergarten, eine alte Gaststätte in Blasewitz, liegt direkt neben dem Blauen Wunder. Bekannt ist Friedrich Schillers Verewigung der Tochter des damaligen Wirts als Gustel von Blasewitz in Wallensteins Lager. Der unmittelbar an das Blaue Wunder anschließende Schillerplatz ist eines der bedeutendsten Stadtzentren außerhalb der Innenstadt.

Zwischen Albertstadt und Antonstadt (auch bekannt als Äußere Neustadt) wurde der Alaunpark angelegt. Er ist nach dem Großen Garten der zweitgrößte öffentliche Park. Alle öffentlichen Grünanlagen (weitere große Parks sind der Schlosspark in Pillnitz und der Waldpark Blasewitz) bedecken zusammen eine Fläche von fast 700 Hektar. Im Schlosspark Pillnitz befindet sich die Pillnitzer Kamelie. Der etwa 200 Jahre alte Baum gilt als älteste Kamelie in Europa. Besonders die Zeit der reichen Blüte des Baums zwischen Februar und April zieht viele Besucher an.

In der näheren Umgebung

Sächsische Schweiz

Etwa 30 Kilometer südöstlich der Innenstadt von Dresden liegt die Felslandschaft der Sächsischen Schweiz mit dem Nationalpark Sächsische Schweiz und weiteren Naturschutzgebieten. Am besten zu erreichen ist sie per S-Bahn. In der Sächsischen Schweiz wurde mit der Besteigung des Falkensteins bereits 1864 der Grundstein für den modernen Klettersport gelegt.

Auf einem der Felsplateaus des niedrigen Gebirges liegt die Festung Königstein, die als größte Bergfestung Europas gilt.

Am Rande des Elbsandsteingebirges in Heidenau liegt der Barockgarten Großsedlitz. Sehenswert ist auch die Altstadt von Pirna, das als Tor zur Sächsischen Schweiz gilt.


die Barbarine - das Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz

Osterzgebirge

Südlich und südöstlich von Dresden erstreckt sich das Osterzgebirge. Wichtige Ausflugsziele dort sind das Schloss Weesenstein im Müglitztal, südwestlich der Tharandter Wald und die Bergstadt Freiberg an der Silberstraße. Im Winter wird Dresden über Sonderzüge direkt mit dem Wintersportgebiet um Altenberg (Sachsen) verbunden.

Die Weißeritztalbahn, eine mit Dampfloks betriebene Schmalspurbahn durch das romantische Tal der Roten Weißeritz von Freital durch das Osterzgebirge nach Kipsdorf, ist seit dem Hochwasser 2002 außer Betrieb, der Wiederaufbau ist geplant. Sie passiert bei Dippoldiswalde die Talsperre Malter. Dieser Stausee ist einer der wenigen Badeseen in der Dresdner Umgebung.

Meißner Elbtal und Moritzburg

Im Nordwesten liegen die meisten Flächen des sächsischen Weinanbaugebiets. Sehenswerte Städte sind dort Meißen mit Dom und Burg und Radebeul mit seinen alten Dorfangern in Altkötzschenbroda und Naundorf, mit Schloss Wackerbarth und der Hoflößnitz. Zu einem der bekanntesten Bauwerke der Region gehört das Jagdschloss Moritzburg, das in einer weitläufigen Teich- und Waldlandschaft selbst in einem See liegt.


Meißen: Albrechtsburg und Dom

Beliebt ist die Fahrt durch die Moritzburger Teichlandschaft mit der ebenfalls mit Dampfloks betriebenen schmalspurigen Lößnitzgrundbahn von Radebeul über Moritzburg nach Radeburg.


Jagd- und Barockschloss Moritzburg bei Dresden

Freizeit

Sportvereine

Sehr lange gab es in Dresden im Bereich Fußball zwei Vereine auf ähnlichem Niveau. Der 1. FC Dynamo Dresden spielte bis 1995 in der 1. Bundesliga, musste dann aber wegen Lizenzentzugs in die Regionalliga absteigen. Später wurde bei der Reform der Regionalligen der qualifizierende Platz verpasst, wodurch der Verein gezwungen war, in der Oberliga zu spielen. Die hohe Schuldenlage aus der Erstligazeit und die geringen Einnahmen dieser Spielklasse führten beinahe zum Konkurs des Vereins. Der zweite Verein ist der Dresdner Sportclub (DSC), der 1998 seine Fußballabteilung ausgegliedert hat und in Sachen Fußball auf die längere Historie zurückblicken kann. Nachdem Dynamo Dresden zwischenzeitlich zwei Jahre in der 2. Bundesliga spielte, ist der Verein heutzutage wieder in der Regionalliga zu finden. Der Dresdener SC spielt mittlerweile in der Bezirksliga Dresden. Zur Saison 2007/2008 benannten sich die beiden höchstklassierten Fußballvereine der Stadt um: Der 1. FC Dynamo Dresden nennt sich wieder Sportgemeinschaft und der derzeit zweithöchst klassierte Dresdner Fußballverein FV Dresden-Nord nannte sich in SC Boreas Dresden um (wobei Boreas die Bezeichnung Nord ersetzt). Allerdings wurde die Umbenennung des FV Dresden-Nord durch den Sächsischen Fußball-Verband nicht anerkannt, sodass der Verein zumindest vorerst weiterhin unter dem alten Namen aktiv ist.

Wesentlich erfolgreicher ist die Damenabteilung des DSC im Volleyball, die nach ihrem Aufstieg in die Bundesliga mehrmals Deutscher Meister wurde und im Europapokal spielte.

Erfolgreiche Sportvereine in anderen Sportarten sind die Dresden Monarchs, die in der ersten Liga des American Football spielen und die Dresdner Eislöwen, die den Aufstieg in die 2. Bundesliga des Eishockeys schafften. Die Abteilung Sledge-Eishockey (Dresden Cardinals) spielt in der ersten Liga.

Dresden ist zudem ein historisches Schachzentrum in Deutschland. Dem Dresdner Schachbund gehören mehr als zehn Schachvereine, teils mit langer Tradition, an; im Jahr 2008 wird in Dresden die Schacholympiade ausgetragen.

Im Breitensport sehr erfolgreich ist das Nachtskaten, das als erste Veranstaltung in dieser Art nächtliches Skaten auf verschieden Routen durch die Stadt ermöglicht. Diese Veranstaltungen finden den ganzen Sommer über statt.

Weitere Vereine sind:

  • SG Motor Dresden-Trachenberge
  • FV Dresden 06 Laubegast e. V.
  • ESV Dresden Eisenbahner Sportverein
  • Dresdner Eislauf-Club e. V. (Eislaufen)
  • TC Blau-Weiß Dresden-Blasewitz e. V. (Tennis)
  • Arnis Dresden e. V.
  • DRK Wasserwacht Dresden
  • SV Motor-Mickten e. V.
  • Verein Kanusport Dresden (VKD)

Sportanlagen

Die Dresdner Sportanlagen wurden in den letzten Jahren eher vernachlässigt. So investierte die Stadt zwischen den Zweitliga-Saisons von Dynamo Dresden etwa 500.000 Euro, um die zulässige Kapazität des Rudolf-Harbig-Stadion von derzeit etwa 23.000 Zuschauern zu halten. Auch die Möglichkeit, über die Fußballweltmeisterschaft 2006 ein Stadion zu modernisieren, wurde verpasst. Das Rudolf-Harbig-Stadion liegt am Großen Garten, etwas außerhalb in der östlichen Vorstadt.

Das zweite große Stadion ist das Heinz-Steyer-Stadion, das im Moment 5000 Zuschauer fasst. Es liegt in der Friedrichstadt direkt an der Marienbrücke, also sehr elbnah.

Während für die Eishockey-Mannschaften eine neue Eisporthalle gebaut wird, wurde allein über die Lage eines Stadionneubaus sehr lange debattiert. Durch den Aufstieg in die 2. Bundesliga im Jahr 2004 des 1. FC Dynamo Dresden setzte sich dessen Heimspielstätte, das Rudolf-Harbig-Stadion, als Standort für einen Neubau durch. Derzeit wird der Bau ausgeschrieben.

Weitere Anlagen sind die Mehrzweckhalle Bodenbacher Straße, die Anlagen im Ostragehege, in denen eine Leichtathletikhalle neuerrichtet und einige Tennisplätze hochwassersicher verlegt wurden, sowie die Schwimmhalle und die Wasserspringhalle an der Freiberger Straße. Im Stadtteil Seidnitz gibt es auch eine Pferderennbahn.


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Quelle: Wikipedia