Dresden
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Freizeit
Sportvereine
Sehr lange gab es in Dresden im Bereich Fußball zwei Vereine auf ähnlichem Niveau. Der 1. FC Dynamo Dresden spielte bis 1995 in der 1. Bundesliga, musste dann aber wegen Lizenzentzugs in die Regionalliga absteigen. Später wurde bei der Reform der Regionalligen der qualifizierende Platz verpasst, wodurch der Verein gezwungen war, in der Oberliga zu spielen. Die hohe Schuldenlage aus der Erstligazeit und die geringen Einnahmen dieser Spielklasse führten beinahe zum Konkurs des Vereins. Der zweite Verein ist der Dresdner Sportclub (DSC), der 1998 seine Fußballabteilung ausgegliedert hat und in Sachen Fußball auf die längere Historie zurückblicken kann. Nachdem Dynamo Dresden zwischenzeitlich zwei Jahre in der 2. Bundesliga spielte, ist der Verein heutzutage wieder in der Regionalliga zu finden. Der Dresdener SC spielt mittlerweile in der Bezirksliga Dresden. Zur Saison 2007/2008 benannten sich die beiden höchstklassierten Fußballvereine der Stadt um: Der 1. FC Dynamo Dresden nennt sich wieder Sportgemeinschaft und der derzeit zweithöchst klassierte Dresdner Fußballverein FV Dresden-Nord nannte sich in SC Boreas Dresden um (wobei Boreas die Bezeichnung Nord ersetzt). Allerdings wurde die Umbenennung des FV Dresden-Nord durch den Sächsischen Fußball-Verband nicht anerkannt, sodass der Verein zumindest vorerst weiterhin unter dem alten Namen aktiv ist.
Wesentlich erfolgreicher ist die Damenabteilung des DSC im Volleyball, die nach ihrem Aufstieg in die Bundesliga mehrmals Deutscher Meister wurde und im Europapokal spielte.
Erfolgreiche Sportvereine in anderen Sportarten sind die Dresden Monarchs, die in der ersten Liga des American Football spielen und die Dresdner Eislöwen, die den Aufstieg in die 2. Bundesliga des Eishockeys schafften. Die Abteilung Sledge-Eishockey (Dresden Cardinals) spielt in der ersten Liga.
Dresden ist zudem ein historisches Schachzentrum in Deutschland. Dem Dresdner Schachbund gehören mehr als zehn Schachvereine, teils mit langer Tradition, an; im Jahr 2008 wird in Dresden die Schacholympiade ausgetragen.
Im Breitensport sehr erfolgreich ist das Nachtskaten, das als erste Veranstaltung in dieser Art nächtliches Skaten auf verschieden Routen durch die Stadt ermöglicht. Diese Veranstaltungen finden den ganzen Sommer über statt.
Weitere Vereine sind:
- SG Motor Dresden-Trachenberge
- FV Dresden 06 Laubegast e. V.
- ESV Dresden Eisenbahner Sportverein
- Dresdner Eislauf-Club e. V. (Eislaufen)
- TC Blau-Weiß Dresden-Blasewitz e. V. (Tennis)
- Arnis Dresden e. V.
- DRK Wasserwacht Dresden
- SV Motor-Mickten e. V.
- Verein Kanusport Dresden (VKD)
Sportanlagen
Die Dresdner Sportanlagen wurden in den letzten Jahren eher vernachlässigt. So investierte die Stadt zwischen den Zweitliga-Saisons von Dynamo Dresden etwa 500.000 Euro, um die zulässige Kapazität des Rudolf-Harbig-Stadion von derzeit etwa 23.000 Zuschauern zu halten. Auch die Möglichkeit, über die Fußballweltmeisterschaft 2006 ein Stadion zu modernisieren, wurde verpasst. Das Rudolf-Harbig-Stadion liegt am Großen Garten, etwas außerhalb in der östlichen Vorstadt.
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Das Rudolf-Harbig-Stadion
Das zweite große Stadion ist das Heinz-Steyer-Stadion, das im Moment 5000 Zuschauer fasst. Es liegt in der Friedrichstadt direkt an der Marienbrücke, also sehr elbnah.
Während für die Eishockey-Mannschaften eine neue Eisporthalle gebaut wird, wurde allein über die Lage eines Stadionneubaus sehr lange debattiert. Durch den Aufstieg in die 2. Bundesliga im Jahr 2004 des 1. FC Dynamo Dresden setzte sich dessen Heimspielstätte, das Rudolf-Harbig-Stadion, als Standort für einen Neubau durch. Derzeit wird der Bau ausgeschrieben.
Weitere Anlagen sind die Mehrzweckhalle Bodenbacher Straße, die Anlagen im Ostragehege, in denen eine Leichtathletikhalle neuerrichtet und einige Tennisplätze hochwassersicher verlegt wurden, sowie die Schwimmhalle und die Wasserspringhalle an der Freiberger Straße. Im Stadtteil Seidnitz gibt es auch eine Pferderennbahn.
Nachtleben
Die Äußere Neustadt ist eines der größten erhaltenen Stadtgebiete der Gründerzeit in Deutschland. Gleichzeitig befindet sich dort das mit etwa 175 gastronomischen Einrichtungen größte Szene- und Kneipenviertel der Stadt. Hervorgegangen aus dem schlechten Zustand der Bausubstanz entwickelte sich dort eine alternative Kulturszene in der Stadt. 1989 bildeten einige Bewohner aus Protest eine Interessengemeinschaft gegen die schlechte Wohnraumsituation und Abrisspläne, riefen 1990 die Bunte Republik Neustadt aus und begründeten damit den Charakter eines Szeneviertels.
Es befinden sich dort zahlreiche Clubs, Bars und Kneipen in der höchsten Konzentration von Dresden. Der Zustand des Viertels hat sich in den letzten Jahren stark verbessert, weshalb er durch sein vielseitiges Kulturangebot zu den beliebtesten Wohngegenden junger Menschen in Dresden zählt. Das Spektrum der Lokale ist sehr vielseitig und reicht vom Rockclub bis zur Bluesbar.
Auf südlicher Elbseite, in der Nähe der Hochschulen, befinden sich die sechzehn Studentenklubs der Stadt. Die meisten werden vom Studentenwerk Dresden unterstützt, sind aber in der Regel selbständige Vereine. Bereits in den 1960er Jahren ins Leben gerufen, ist der „Bärenzwinger“ im Gewölbe der ehemaligen Kasematten unter der Brühlschen Terrasse einer der ältesten und einst bekannteste Studentenklub in Dresden. Die anderen Klubs liegen meist an, teilweise in den Wohnheimen sowie in den Mensen der Technischen Universität und der Hochschule für Technik und Wirtschaft. Seit der Verkleinerung des Bärenzwingers im Jahre 2000 zählen heute der „Klub Neue Mensa“ (KNM) und der „Club Mensa“ (CM) zu den bekanntesten Studentenklubs in Dresden.
Sehr bekannt ist der Jazzclub Tonne, der in seiner Geschichte in vielen Gewölbekellern Dresdens residierte und daher seinen Namen trägt. Seit dem Jahr 2000 befindet sich der Club im Keller des Kulturrathauses in der Inneren Neustadt.
Im als „Industriegelände“ bekannten Industriegebiet im Norden der Stadt haben nicht wenige Industriegebäude eine Umnutzung zu Diskothek- und Konzertsälen erfahren, sodass sich in dem Gebiet mittlerweile an Wochenend-Nächten mehr Menschen aufhalten als an Arbeitstagen.
Zum Nachtleben gehören auch zahlreiche Konzertsäale und -häuser, die dauerhaft oder vorübergehend für Veranstaltungen mit Bühnen genutzt werden. Dauerhafte Konzerteinrichtungen sind der „Alte Schlachthof“, der bis zu 1800 Besucher fasst, der „Starclub“ in Briesnitz und die Freilichtbühne „Junge Garde“ im Großen Garten. Die Messe im „Neuen Schlachthof“, Teile der Elbwiesen und des Campus der Technischen Universität, aber auch das Kongresszentrum und der Kulturpalast werden nebensächlich für Konzerte genutzt. Bei den Filmnächten am Elbufer finden ebenfalls Konzerte mit sehr hoher Kapazität statt.
Regelmäßige Veranstaltungen
In Dresden finden das ganze Jahr über verschiedene Festivals und Großveranstaltungen statt. Insbesondere die musikalischen Veranstaltungen genießen internationale Bedeutung. Zudem gibt es in Dresden zahlreiche Stadtteilfeste mit verschiedenem Hintergrund.
Frühjahr
Im April findet das Filmfest Dresden statt. Es ist ein bedeutendes Festivals für Animations- und Kurzfilm in Europa. Viel weiter reichende Tradition besitzen die Dresdner Musikfestspiele, deren ursprüngliche Vorläufer die Musikfeste des barocken Hofs waren. Sie sind als Veranstaltung klassischer Musik deutschlandweit bekannt.
1970 wurde das erste Internationale Dixieland-Festival ausgetragen. Mittlerweile gehört es zu den weltweit bedeutendsten Jazz- und Bluesveranstaltungen. Mit jährlich etwa 500.000 Besuchern ist es außerdem die größte Kulturveranstaltung in Sachsen. Elemente des Festivals wie die Jazzmeile, die sich quer durch die Stadt zieht, sind ohne Eintritt erreichbar. Der Hauptteil des Festivals findet aber auf viele Clubs und Bars verteilt statt.
Sommer
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Filmnächte am Elbufer, Freilichtkino und Konzerte
Gegenüber der Altstadtsilhouette von Dresden finden jedes Jahr die Filmnächte am Elbufer statt. Vor 15 Jahren, als die ersten Filmnächte stattfanden, dauerte die Veranstaltung zehn Tage. Mittlerweile ziehen 60 Tage lang Filme, Veranstaltungen und Konzerte 150.000 Zuschauer an, wodurch die Veranstaltung die größte ihrer Art in Deutschland ist.
Eine Veranstaltung mit politischem Ursprung ist die Bunte Republik Neustadt. Von 1990 bis 1993 bestand im Stadtteil Äußere Neustadt aus Protest gegen die maroden Wohnbedingungen die gleichnamige Mikronation. Bereits 1990 gab es ein entsprechendes Stadtteilfest, das weiterhin veranstaltet wird. 2001 und 2002 kam es während des Festes zu Ausschreitungen, während die letzten Jahre friedlich verliefen. Das Fest ist eines der alternativen Szenekultur geblieben.
Am rechten Elbufer entlang findet am Dresdner Elbhang alljährlich das Elbhangfest statt. Es erstreckt sich vom Stadtteil Loschwitz bis Pillnitz. Höhepunkt ist unter anderem eine Drachenboot-Regatta. Nach der Elbeflut 2002, die neben dem Stadtteil Kleinzschachwitz auch Laubegast einschloss, findet dort auf der anderen Elbseite das Inselfest statt.
Im Sommer finden auch zahlreiche Veranstaltungen in den Abend- und Nachtstunden statt. Ende Juni oder Anfang Juli laden die zahlreichen Forschungseinrichtungen und Hochschulen in Dresden zur Langen Nacht der Wissenschaften ein. Die Veranstaltung kostet keinen Eintritt. Für die Hochschulen und Institute aber auch für die kooperierenden Technologieunternehmen bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, die eigenen Ergebnisse und Arbeiten einem großen Publikum vorzustellen. Kurze Zeit später findet die Museumssommernacht statt, in der zahlreiche Museen der Stadt besucht werden können.
Im August findet das Stadtfest Dresdens statt. Es erstreckt sich über die gesamte Innenstadt. Neben Live-Musik bietet es ein auf Familien zugeschnittenes Programm. Auch das Stadtfest zählt jährlich etwa 500.000 Gäste.
Weitere Festivals und Veranstaltungen im Sommer sind das Dresdner Kunstfest, die Kulturnacht und das Nachtskaten, das vielfach im Sommer freitags stattfindet. Dabei rollen mehrere tausend Inlineskater einen Parcours auf gesperrten Straßen durch die Stadt.
Herbst
Im Herbst findet das Volkstanzfest und Drehorgeltreffen statt. Weitere Veranstaltungen im Herbst sind die Tage der zeitgenössischen Musik und das Festival der Zauberkunst.
Winter
Während der Adventszeit findet in Dresden der Striezelmarkt statt. Dieser seit 1434 bestehende Weihnachtsmarkt ist einer der ältesten in Deutschland. Er wird auf dem Altmarkt errichtet und gehört zu den Touristenattraktionen in der Weihnachtszeit. Der Name des Marktes leitet sich von seinem Hauptprodukt, dem Dresdner Christstollen („Striezel“), ab. Ein Höhepunkt des Marktes ist das Dresdner Stollenfest.
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Striezelmarkt im Jahr 2003
Gleichzeitig mit dem Striezelmarkt findet jedes Jahr ein mittelalterlicher Weihnachtsmarkt im Stallhof des Dresdner Schlosses statt.
Am 13. Januar 2006 fand erstmals seit 67 Jahren wieder der Dresdner Opernball in der Semperoper statt, der jährlich im Januar wiederholt werden soll.
Im Februar findet das Fest sächsischer Puppen- und Marionettenspieler statt.
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Quelle: Wikipedia